Verfasst von: vcvegesack | 17. Februar 2010

Ende der Eiszeit

Nach sechs  langen Monaten melden wir uns nun endlich wieder zurück. Eine erfolgreiche Saison 2009 und ein unendlich langer Winter liegen  hinter uns. Wir haben die Zeit genutzt, das Team neu zu formieren, Sponsoren für unsere Idee und Leidenschaft zu gewinnen sowie natürlich auch zu trainieren.

Das Team 2010 hat einige neue Gesichter bekommen, setzt aber in großer Linie auf den „ABRÄUMER“ Armin Raible, so dass bei der Auswahl der Akteuere schon sehr genau darauf geachtet wurde, wie wir Armin in der Saison 2010 am besten unterstützen können. Der Magdeburger „Sprinter“ Toralf Baumgarten ist ebenfalls weiterhin im Team, da er insbesondere bei den schnellen Rennen und Kriterien immer eine sichere Bank ist. Lorenz Nielsen, der im letzten Jahr nach langer Rennpause zurückkehrte in den Zirkus der Verrückten und der bereits am Ende der Saison erkennen ließ, dass er das Rennen fahren nicht verlernt hat, hat einen riesigen Sprung in der Leistungsentwicklung gemacht. Ebenfalls weiter mit von der Partie ist Sven-Jörg Buthmann, der sturzbedingt 2009 besser vergessen sollte. Nach langer Pause und erneuter Operation ist er aber dennoch guter Dinge und mit dem Verlauf seiner Trainingsvorbereitung sehr zufrieden.

Als alter Bekannter der Szene ist Christian Faber (Hamburg) unser erster Neuzugang, der seine langjährige Rennerfahrung, Verlässlichkeit und seine guten Sprinterqualitäten  in die Waagschale des Teams legen wird. Thorsten Bickel (Oldenburg), ein erst vor wenigen Jahren als Quereinsteiger zum Radsport gefundener Fahrer, ist unser zweiter Neuzugang und komplettiert damit die Mannschaft. Thorsten ist ein sehr guter Zeitfahrer; hier soll er auch die Erfolge für das Team holen.

Es gelten die gleichen und offensichtlich erfolgreichen Maxime wie 2009 -Spass, Lockerheit und das Wissen, dass es sich hier um eine der schönsten Nebensachen der Welt dreht.

Verfasst von: vcvegesack | 10. Januar 2010

Neuer Hauptsponsor Trenga de

Ich möchte wissen, wie viele Titel man noch vorweisen muss, um einen Sponsor im Radsport zu finden. Offensichtlich sind hier zwei Dinge, die die Sponsorensuche erschwert haben: zum einen die Wirtschaftskrise, bei der alle irgendwie im Sparwarn sind, und zum anderen das Thema Radsport und die gedankliche Verbindung zum Doping.

Nun gut, wir sind froh für 2010 eine Lösung gefunden zu haben, bei der uns  mehrere Sponsoren unterstützen werden. Haupt- und Materialsponsor ist der Fahrradhersteller TRENGA DE, www.trenga.de (Harburg), an der Seite vom bisherigen Hauptsponsor CORPORATE TRAINING, www.corptrain.de (Bremen), und dem Sportbekleidungs-hersteller LEXXI, www.lexxi-sports.com (Köln/Hamburg). Weitere Sponsorengespräche stehen zur Zeit noch aus, und selbstverständlich werden wir in den nächten Artikeln darüber berichten.

Demnächst wird es auch noch eine offizielle Teamvorstellung geben, die wir in den Verkaufsräumen von Trenga machen werden.

Verfasst von: vcvegesack | 2. September 2009

Armin Raible, Weltmeister 2009 in St. Johann/Tirol

IMG_456229.08.2009 St. Johann/Tirol Österreich, zum 40. Geburtstag der Master-Radweltmeisterschaften in St. Johann/Tirol gelingt Armin Raible aus dem Team Corporate Training das eigentlich fast Unmögliche, er wird Weltmeister im Einer-Straße über 120 Kilometer.

In den vergangenen Wochen habe ich bereits über seine präzise und disziplinierte Vorbereitung auf dieses Ereignis berichtet. Armin ist schon eine Woche vor dem großen Tag der Tage vor Ort gewesen, um sich zum einen in absoluter Ruhe und zum anderen intensiv mit der Strecke und den Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Wer Weltmeister werden will, darf nichts dem Zufall überlassen, so dass er am Dienstag auf gleicher Strecke und Distanz ein Weltpokal-Rennen fuhr, um so gleichzeitig auch der internationalen Konkurrenz auf den Zahn zu fühlen. Mit einem 6. Platz am Ende hatte er ein Gefühl, wo er steht. Lockere Trainingsausfahrten, gutes Essen und viel Ruhe sollten ebenso ihren Teil zum Erfolg dazugeben. In den letzten beiden Tagen war Armin so gut wie nicht mehr ansprechbar, was für mich ein klares Zeichen von hoher Konzentration auf das Wesentliche war. Einen Tag vor seinem Start waren die Rennbedingungen für Armin optimal, er braucht hohe Temperaturen jenseits 30 Grad und am liebsten stehende Hitze. Allerdings war dies für den Samstag nicht vorhergesagt, es begann noch in der Nacht zu regnen und die Temperaturen fielen auf 10 Grad am Morgen. Die Stimmung beim Frühstück war entsprechend gedrückt, wobei sich der Buchholzer auch davon nicht aus der Ruhe bringen ließ.

13 Uhr, die Rufe ins Universum und die stillen Gebete haben offensichtlich Gehör gefunden, denn der Himmel schließt seine Pforten und zum Start trocknet sogar noch die Straße ab. Drei Runden á 40 Kilometer auf einer überaus anspruchsvollen Strecke gilt es nun für die 128 Teilnehmern aus aller Welt zu absolvieren. In gewohnter Lässigkeit fliegt Armin Raible über die Huberhöhe, dem höchsten Punkt der Strecke, und kontrolliert von der Spitze des Feldes das Geschehen. Ein Brasilianer hat sich in der zweiten Runde ein Herz gefasst und versucht es auf eigene Faust, dem Feld davonzufahren, wird allerdings nach 35 Kilometer Alleinfahrt wieder gestellt. Ein Russe und ein Fahrer aus der Tschechischen Republik attackieren in der dritten Runde an der Huberhöhe und fahren etwa 15 Sekunden heraus. Das Feld gibt sich aber nicht geschlagen und rollt das Loch auf der rasenden Abfahrt nach Schwendt  zu. Genau in diesem Moment setzt Armin Raible die „weltmeisterliche Attacke“, er nutzt die Gunst der allgemeinen Verwirrung und fährt dem Feld davon. Fünf weitere Fahrer, Axel Sinske, Christian Jäger (beide Deutschland), Michel Carter (USA), Peter Schnorf (SUI) und Germona Gaggioli (I) sind ebenfalls mit von der Partie. Ein völlig überrumpeltes Feld schaut sich fragend an und unternimmt nicht sofort etwas, was die sechs Ausreißer für sich in wertvollen Vorsprung verwandeln können. Nun sind es noch knapp 30 Kilometer bis zum Ziel, die Gruppe ist sich einig und harmoniert perfekt. Mit jedem Meter machen sie wertvollen Boden gut, der Vorsprung steigt zwischenzeitlich bis auf zwei Minuten an. In Armins Kopf kreisen jetzt die Gedanken, er schaut sich seine Mitstreiter bei jeder Führung sehr genau an, denn jetzt beginnt das große Pokern. Führen alle gleichmäßig oder zeigt einer bereits Schwächen. Michel Karter (USA) ist ein solcher Kandidat, der das Pokern in allen Facetten beherrscht, das durfte Armin bereits beim Weltpokal-Rennen erfahren, bei dem er von dem Amerikaner am Ende verladen wurde. 2000 Meter noch bis zum Ziel, Axel Sinske (GER/Cottbus) versucht jetzt nochmals, der Ausreißergruppe zu entkommen, 1000 Meter vor dem Ziel, Sinske wird gestellt, jetzt ist noch eine nicht ganz ungefährliche Passage von Kurven und Verkehrsinseln zu überstehen, bevor es auf die etwa 500 Meter lange Zielgerade von St.Johann geht. Die Zuschauer starren gefesselt dem Führungsfahrzeug entgegen, endlich ist es soweit, die Fahrer erscheinen am Ende der Zielgeraden. Der Mann im deutschen Meistertrikot, Armin Raible, der sich auf seinen Spurt verlassen kann, bleibt für meine Begriffe, lange sitzen. Auf Position vier oder fünf erkenne ich ihn bei der 300 Meter Marke, als er dann seinen Turbo zündet und die Kette nach ganz rechts legt, macht er mit seinem Antritt soviel Meter gut, dass seine Konkurrenten nur sparsam schauen. Mit ca. 10 Metern Vorsprung macht Armin Raible das Unmögliche möglich und wird Weltmeister. Ich kann es kaum fassen, ein Fahrer aus unserem Team wird Weltmeister. Zweiter wird Christian Jäger und Dritter der Mann aus der Schweiz.

O-Ton Buthmann nach dem Rennen: „Mehr als 30 Jahre verfolge ich nun schon den Radsport, ich habe schon viele schöne und große Erfolge gesehen und live miterleben dürfen, dies ist aber mit Abstand das Größte. Ich freue mich für Armin, als wäre es auch mein Titel, kaum vorstellbar, wie es sich anfühlt, Weltmeister zu sein. Dies ist der größte und wertvollste Titel, den ein Rennfahrer holen kann. Dazu kommt noch, dass er bereits Deutscher Meister ist. Ich kann es kaum fassen. Armin hat es verdient, er ist ein fairer Sportsmann, den ich sehr schätze, er ist bescheiden und hat im richtigen Moment das Talent, ein Rennen zu lesen. Gratulation von deinem Mitstreiter und gleichzeitig größtem Fan.“

Ergebnisliste:http://www.masterswm.org/v4/html/de//Ergebnislisten/Li4vMjAwOS9lcmdlYm5pcy9lcmdlYm5pc180Lmh0bWw%3D

Verfasst von: vcvegesack | 18. August 2009

Showdown in Bremerhaven

 

DSC_007716.08.2009 Bremerhaven, die Seestadt Bremerhaven und die Volksbank hat zum vierten großen Triathlon geladen. Im Vorfeld dieser Veranstaltung hat sich eine Topformation -bestehend aus André Bierre, Frank Beinhold und Stephan Zielinski – gefunden, die offensichtlich alle bestehenden Rekorde brechen sollte. Als Schwimmer der Staffel ging der bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften in Lindau am Bodensee siegreiche André Biere, der für die SSG Bremen/Bremerhaven startet, über 5 km in 58,45 Minuten ins Wasser. Heute musste Biere nur 500 m im Hafenbecken von Bremerhaven zurücklegen und machte dies in einer absoluten Tagesbestzeit  (5:46 min.) incl. Wechselzeit und Übergabe an Frank Beinhold. Damit waren alle bisherigen Schwimmrekorde von Bremerhaven eingestellt. Der Zeitfahrspezialist, Frank Beinhold, der sich in den vergangenen Wochen speziell auf diese Veranstaltung vorbereitet hatte, sollte nun 24 km auf dem Rad zurücklegen. Die 24 Kilometer waren nicht zu unterschätzen, denn der äußerst windanfällige und winkelige Kurs verlangte häufige Rhythmuswechsel, die sehr kraftraubend waren. Aber das sollte Frank nicht davon abhalten, nicht nur in der Staffel, sondern insgesamt die beste Tagesbestzeit in 37:31 min. inkl. Wechselzeit zu fahren. Als Läufer ging Stephan auf die 5 Kilometer-Strecke entlang am Zoo, wo der Wind ebenfalls kräftig gegen unsere Jungs blies. Stephan, der eigentlich auch mehr auf dem Rad unterwegs ist, hatte heute das Rad gegen die Laufschuhe getauscht. In der Zeit von 20:18 min. brachte Zielinski mit der siebtbesten Zeit den Staffelstab ins Ziel. Insgesamt gelang es dem Team, in neuer Bestzeit ( 1:03:36 min.)  den Streckenrekord um knapp 1 min. zu verbessern – ein überglückliches Trio, vom dem wir wahrscheinlich auch in der Zukunft weitere Erfolge verbuchen dürfen.

Verfasst von: vcvegesack | 11. August 2009

Armin Raible erneut in Dänemark erfolgreich

Kolding DSC0046909.08.2009 Kolding Dänemark, die Tage sind wieder gezählt, bis der letzte große Jahreshöhepunkt 2009 ansteht. Die Rad-WM in St. Johann, Tirol soll für Armin Raible im Meistertrikot der vermutlich letzte große int. Auftritt sein. Seine Strategie ist ähnlich wie vor der Deutschen Meisterschaft, bei der ja die Rechnung aufging, indem er viele Vorbereitungsrennen in Dänemark fährt. Ich hatte bereits vor einigen Wochen hier darüber berichtet, dass die Rennen dort viel härter und deutlich länger sind, als jene hier bei uns. So machte sich Armin einmal mehr auf nach Dänemark, um dort ein 110 km langes Straßenrennen zu fahren. Ideale Temperaturen und ein 22 km langer Rundkurs – „gespickt“ mit einigen Bergen und Höhenmetern – sollten die besten Vorrausetzungen sein, hier weiter an seiner Form zu pfeilen. Bereits nach 10 km setzten sich vier Fahrer ab, darunter auch Armin Raible, die gemeinsam Renngeschichte geschrieben haben. Zwei Runden vor Schluss musste einer der vier dem hohen Tempo Tribut zollen und fiel ins Feld zurück, das nur knapp eine Minute hinter den Ausreißern war. Im Finale legten es die beiden Dänen darauf an, Armin irgendwie noch abzuschütteln, da man bereits aus vergangenen Rennen wusste, wie stark der Buchholzer ist. Sie ließen ihn öfter führen und versuchten, Armin Stück für Stück „weichzukochen“. Am Ende, muss man fairerweise sagen, gelang es ihnen auch, denn 5 Kilometer vor dem Ziel zog einer der beiden Dänen am letzten Berg einfach durch und kam allein im Ziel an. Im Sprint um Platz zwei unterlag Armin nur knapp dem zweiten Dänen und wurde somit Dritter. „Egal, ich bin gekommen, um hier zu trainieren und nicht, um zu taktieren“, so die Worte von Armin im Ziel. Ich werde weiter an meinem noch harten Trainingsplan festhalten, und ich bin mir sicher, dass dies in St. Johann belohnt wir.

Verfasst von: vcvegesack | 13. Juli 2009

Raible in aktiver Erholungsphase

12.07.2009 Hamburg, Armin Raible lässt es zurzeit ganz locker angehen, denn er befindet sich in der sog. aktiven Erholungsphase, in der sowohl trainiert als auch Rennen gefahren werden, allerdings nicht unter vollster Belastung. Er wird in den nächsten Wochen erst langsam wieder sein Trainings- und Rennprogramm steigern, um Ende August in St. Johann/Tirol wieder richtig fit und in Form zu sein. So zeigte er sich auch völlig entspannt am Sonntag in Hamburg, als es „Rund um die Rennbahn“ ging – ein Rennen, welches in erster Linie die Handschrift vieler Außenseiter hatte. Genau das ist es auch, was den Masterfahrer aus Buchholz so sympathisch macht, auch den anderen Fahrern einen Erfolg zu gönnen. Es setzten sich zur Hälfte des Rennens 5 Fahrer ab, die dann auch den Sieger unter sich ausmachten. Armin wurde insgesamt 10. und holte sich auf dem Weg ins Ziel noch einige Prämien.

Verfasst von: vcvegesack | 10. Juli 2009

Langsam hält das Ding! Oberschenkelhals die Dritte

 06.07.2009 Bremen, ja liebe Leute, es ist nun genau drei Wochen her, dass sich der langsam zum Party machen degenerierte Ex-Masterrennfahrer bzgl. seines Oberschenkelhalsbruchs  zu Wort gemeldet hat. Der Mensch ist ein absolutes Gewohnheitstier, der sich an alle Dinge im Leben gewöhnt; genau das ist es auch, was ihn, nach wirklich viel schlimmeren Rückschlägen im Leben,  diese erträglich erscheinen lassen. Nach 7 Wochen habe ich bereits neue Freundschaften geschlossen, es sind meine beiden Gehhilfen, die mich nach wie vor treu durch mein Leben begleiten. Und bitte glaubt mir da draußen, je eher man Dinge im Leben akzeptiert, die sowieso nicht veränderbar sind, desto schneller gewöhnen wir uns an sie und  – in diesem Fall – umso schneller werde ich wieder fit sein. Wie fit ich wirklich überhaupt noch bin, kann ich gar nicht sagen, ich weiß nur, dass sich mein Bein ganz positiv entwickelt. Vor 14 Tagen saß ich zum ersten Mal wieder im Auto auf der linken Seite, nachdem ich meine beiden Freunde (Krücken) auf der Rücksitzbank verzurrte und mir den Sitz richtig positionierte. Ich glaube, es war schon später Abend, als ich mein Pony anließ und eine kleine Probefahrt durch das  Dorf wagte. Damit hatte ich nun endlich wieder Kontakt zur Außenwelt und meine vermeintliche „Einzelhaft“ schien nun zu Ende zu sein. Ein wunderbares Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit machte sich in mir breit. Nun musste ich nur noch die beiden schmalen Räder mobilisieren, um das Ding perfekt zu machen. Verbotenerweise schob ich meine Maschine auf den Hof, verkleidet in der „weißen unsublimierten Direktorenware“, unternahm ich den ersten zaghaften Versuch, nach vielen Wochen mich auf meinem Rad zu positionieren. Für „Nichtradfahrer“ wahrscheinlich überhaupt nicht nachvollziehbar, was es bedeutet –  dieses Gefühl, auf dem Bock zu sitzen. Schmerzfrei, aber mit etwas Angst im Nacken, trudelte ich durch das Dorf. Die Gefahr, jetzt durch einen dummen Zufall zu stürzen, begleitete mich natürlich unweigerlich. Stolz und erleichtert kehrte ich nach etwa 15 Minuten zurück auf den Ponyhof. Mir ist klar, ich habe hier etwas sehr Unvernünftiges gemacht und sollte dies besser lassen. Ralf, der beste Physio unter der Sonne, würde dies mit Sicherheit auch nicht begrüßen. Als ich ihn über meine Aktion aufklärte, drohte er mit Abbruch der Therapie, spätestens da wusste ich, es wird doch noch einige Wochen dauern, bis es endlich soweit ist. Inzwischen nutze ich die hochsommerlichen Temperaturen, meine Pigmentränder an Armen und Beinen anzugleichen. Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit, meine Seeausflüge mit etwas Wassergymnastik kurzweiliger zu gestalten, was mir sehr guttut. Ich merke auch, dass die Bewegungen und Übungen, die ich mit Ralf veranstalte, meine mittlerweile magere Muskulatur stimulieren und der Schwung aufgehalten wird. Die Stimulation sorgt aber auch gleichzeitig für Verspannungen, die Ralf mit Massagen und Physiotape gut in den Griff bekommt. Auch das Tagesgeschäft im Haus wird langsam leichter für mich, da ich kleinere Strecken in der Küche ohne meine Freunde zurücklege. Bergfest habe ich nicht explizit gefeiert, merke aber, dass die Tage jetzt gezählt sind, und die stundenlangen Tour de France TV-Übertragungen lassen mich an den Nachmittagen in tiefe Träume versinken. Nächste Woche wird es nicht nur bei der Tour spannend, sondern auch an meinem Oberschenkelhals, denn ich werde mal wieder ein Foto von dem Vogel machen lassen und hoffe nur, dass da alles in Ordnung ist. Ich werde mich mit neuem Foto in den nächsten Wochen wieder zurückmelden.

Verfasst von: vcvegesack | 9. Juli 2009

Baumgarten mit Sieg in Berlin Treptow überglücklich

04.07.2009 Himmelsthür, die mittlerweile 22. Nacht von Himmelsthür, was ganz in der Nähe von Hildesheim auf der Landkarte zu finden ist, war ein erneutes Treffen der schnellen Masterszene 2009. Toralf Baumgarten und Lorenz Nielsen hatten sich hier gemeldet, um vor der kleinen Sommerpause noch einmal zu überprüfen, wer hier die Hosen anhat. Ein wolkenloser Himmel ließ die unverwechselbaren Trikotfarben des Team Corporate Training in voller Pracht erscheinen. Punkte sammeln heißt es bei Kriterium, ständig auf der Hut zu sein, um schnelle Sprints zu absolvieren und am Ende ganz oben zu stehen. Die Aufgaben der beiden alternden Jungs waren klar verteilt, indem Lorenz das Feld zusammenhalten sollte, damit Toralf die Wertungen für sich entscheiden konnte. Mit im Feld auch die Nummer 1. der Rad-Netliste, Viktor Slavik und Jürgen Fromberg, der in vergangenen Jahren ein sehr guter Straßenrennfahrer war. Leider sollte die Rechnung der beiden Corptrain-Fahrer nicht ganz aufgehen, denn obwohl Toralf Baumgarten einige Wertungen für sich entscheiden konnte und zwischenzeitlich aussichtsreich im Rennen lag, drehten Fromberg und Slavik noch einmal das Blatt, indem sie direkt nach einer Wertung mit Volldampf weiterfuhren und sich so vom Rest des Feldes absetzten und die Punkte brüderlich teilten. Viktor Slavik gelang es dann am Ende, durch den Sieg der letzten Wertung auch gleichzeitig das gesamte Rennen für sich zu entscheiden. Fromberg wurde somit Zweiter, Baumgarten Dritter und Lorenz Nielsen gelang es, trotz seiner Helferdienste noch den 14. Platz zu erringen.  

05.07.2009 Treptow, genau das hört sich nicht nur nach Berlin an, sondern es ist tatsächlich Berlin. Toralf Baumgarten wollte nun endlich wieder spüren, wie es sich anfühlt, ganz oben auf dem Podest zu stehen. Der gestrige Tag gab ihm auch die entsprechende Zuversicht, das in die Realität umzusetzen. Drückende Temperaturen und eine eingeschworene Allianz von Berliner Rennfahrern waren die Hauptkonkurrenten für unseren Mann aus Magdeburg. Toralf Baumgarten kam von Anfang an sehr gut ins Rennen, das sehr schnell war und auch hier wieder als ein Kriterium ausgetragen wurde. Obgleich er hier diesmal ohne Mannschaftsunterstützung an den Start ging, konnte er sich in Alleinfahrt vom Feld absetzen und drei Wertungen für sich, mit jeweils 5 Punkten, auf sein Konto gutschreiben lassen. In der Schlusswertung machte Toralf dann tatsächlich den Sack zu und schoss für sich das 7. Treptower Radsportfest für das Team Corporate Training ab.

O-Ton Baumgarten nach dem Rennen: „ Es ist genau 30 Tage her, dass ich hier in Berlin mein letztes Rennen gewonnen habe. Ich bin nicht nur über den Sieg besonders happy, sondern vor allem darüber, dass ich merkte, wieder zurück zu meiner Form zu finden“.

Verfasst von: vcvegesack | 4. Juli 2009

Corporate Training auch bei Alpenüberquerung dabei!

04.07.2009 Gardasee, vor genau zwei Jahren war auch hier die Zielankunft der Tour Transalp, damals hatte das Team Corporate Training 4 Mannschaften á 2 Fahrer am Start, die auch alle das Ziel erreichten. In diesem Jahr hatten sich zwei Ladys des Teams auf diesen Event vorbereitet. Carmen-Ina Garsleitner und Almut Rossi, beide sind eigentlich Triathleten, die sich im Winter gemeinsam das Ziel vorgenommen haben, die Alpen zu überqueren. Ja, die Ideen sind immer schnell geboren, aber die Umsetzung ist es eben im Leben, welche den Erfolgreichen vom weniger Erfolgreichen unterscheidet. Die Amazonen gehören natürlich zur Gattung der „Umsetzer“, sonst würden sie auch nicht in den Farben der Firma Corporate Training fahren. Viele gemeinsame Kilometer in der Vorbereitung, die sie häufig genug auch bei schlechtem Wetter und einem in diesem Jahr nicht enden wollenden Winter zurücklegten, haben sie zu einem Team gemacht. Carmen, die sich zwischenzeitlich noch einige Kilometer auf Mallorca in die Beine geschraubt hat, genau wie Almut, die dies aus zeitlichen Gründen leider nicht konnte, waren aber von Beginn an absolut optimistisch, dass die Operation Alpenüberquerung klappt.

7 Etappen, 20.000 Höhenmeter und knapp 900 Kilometer lagen nun vor ihnen, die es zu bewältigen galt. Beide sind ohne Platzierungsambitionen an die Sache herangegangen, beide wollten nur das „Ding“ eintüten und von der langen Liste der noch im Leben abzuarbeitenden Events streichen. Jeder Trainingskilometer in der Vorbereitung wurde nun in der Umsetzung hochverzinst zurückgezahlt, so dass die Girls keine Probleme hatten und als Benefiz noch die unbeschreibliche Landschaft und Natur genießen konnten. Am Ende radelten zwei überglückliche Mädels, empfangen von ihren Familien, in Arco (Gardasee) ein.

Glückwunsch auch von unser Seite aus dem hohen Norden, weiter so……..!

Verfasst von: vcvegesack | 28. Juni 2009

Thiesen, schneller als Lampater und Risi

26.06.2009 Coesfeld, nun glänzt unser Wunderkind auch im Westen. Das Nachtrennen, ein Rundstreckenrennen und ein Ausscheidungsfahren sollten an diesem Abend die Bretter für Nils Thiesen vom Team Corporate Training sein. Der mittlerweile siegverwöhnte Thiesen machte an diesem Abend gleich beide Rennen für sich klar. Sowohl das Ausscheidungsfahren als auch das Kriterium, das über 60 Kilometer ging, konnte Nils mit Bravour vor großer Kulisse für sich entscheiden. Seine Gegner sind absolut machtlos gegen seinen Antritt. Vor Wochen sprach ich bereits davon, dass er mit seinen Gegnern auf der Zielgeraden spielt, auch hier demonstrierte er sein Können in gleicher Form. Auch an den folgenden  Tagen, in Münster und in Gelsenkirchen, war es nicht wesentlich anders. Hier gelang ihm zwar kein Sieg, er holte sich aber zahlreiche Prämien.

O-Ton Buthmann nach den Rennen: „Es ist wirklich schon großes Radsportkino, wenn ich sehe, wie Nils sich entwickelt hat, und es ist kaum auszudenken, welches Potential noch in ihm steckt. Wenn ich sehe, dass er Sprints gegen Lampater (München) und Buno Risi (Schweiz), beides Profis, die wir auch vom Bremer Sechstagerennen kennen, gewinnt, dann weiß ich, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.“

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