Verfasst von: vcvegesack | 22. Juni 2009

Deutscher Meister 2009, Armin Raible

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21.06.2009 Rödingen, es sollte der Tag der Tage in der Saison 2009 für das Team Corporate Training werden. Ein wolkenverhangener Himmel und ständige Regenschauer waren am Vormittag auf dem Wettermenü rund um das Tageabbaugebiet in der rheinischen Tiefebene. Allerdings pünktlich zum Start der Deutschen Meisterschaften der Masters 2009 riss der Himmel auf und ließ die Trikots des Teams in meisterlichem Glanz scheinen. Mit von der Partie waren an diesem Tag allerdings nur drei Fahrer, Stefan Risse, Toralf Baumgarten und Armin Raible, jeder für sich hatte in der vergangenen Woche sein individuelles Training auf diesen Tag abgestimmt und absolviert. Stefan Risse stellte sich in den vollen Dienst der Fahrer Baumgarten und Raible. Toralf Baumgarten als Trumpfkarte für ein Endspurtfinale und Armin Raible als Stärkster,  der sowohl für Ausreißergruppen als auch für ein Sprintfinale in Frage kommt, sollten den gewünschten Erfolg herbeiführen.

Eine Strecke von 10,8 km galt es, 10-mal zu bewältigen, wobei die Runde nicht wirklich anspruchsvoll für die Fahrer war. Lediglich zwei kleinere Wellen und eine Windkantenpassage machten die Runde nicht zwingend meisterlich. Meisterlich hingegen war allerdings die Beteiligung – mit mehr als 200 Fahrern aus ganz Deutschland hatten sich die Jungs vom Team Corporate Training zu messen. Bei solchen Feldern kann es nur eine Strategie geben, die da heißt vorne fahren, um Stürze zu vermeiden und den Rennüberblick zu behalten. Bereits in der zweiten Runde fühlte der Mann aus Buchholz in der Nordheide, Armin Raible, der Konkurrenz auf den Zahn, indem er sich mit zwei weiteren Fahrern vom Feld absetzte und zwischenzeitlich bis zu 45 sec. herausgefahren hatte. Damit demonstrierte er: Ich will hier heute etwas werden. In der 4. Runde wurde die Gruppe gestellt und nur 10,8 km später war die nächste Gruppe auf der Reise, drei überaus starke Fahrer, Werner Hügel, Weltmeister Einzelzeitfahren (Gaimersheim), Jürgen Sopp, Deutscher Meister 2007 (Mettmann), und Guido Hellmer (Steinfurt) harmonierten sehr gut in dieser Zweckgemeinschaft und setzten sich bis zu 50 sec. vom Feld ab. Stefan Risse reagierte, indem er gemeinsam mit drei weiteren Fahrern der Gruppe nachstellte und sich somit zwischenzeitlich in eine aussichtsreiche Position brachte. Dieser Gruppe gelang es, bis auf 20 sec. an die Spitzengruppe heranzufahren, bis sie dann doch gestellt wurde, während das Trio ungehindert weiterhin mit 50 sec. Vorsprung in die 8. Runde fuhr. Nun musste nachhaltig reagiert werden, damit nichts anbrennt. Das Feld schien sich offensichtlich bereits damit abgefunden zu haben, bis eine Initiative von Ingo Söder (Magdeburg) und Peter Büsch (Köln) eine weitere rennentscheidende Wendung lancierte, indem sie sich vom Feld absetzten. In der vorletzten Runde gestaltete sich die Rennsituation mit 3 Fahrern vorn (50 sec.), 2 Fahrer in der Verfolgung (20 sec.) und dann das Feld. Es schien, als wäre das Rennen gelaufen, als 20 km vor Schluss Armin Raible und Marek Maluszczak (Welper) das Heft in die Hand nahmen und die Attacke des Tages fuhren. Innerhalb einer Runde eliminierten sie den Vorsprung der Ausreißer und bildeten nun eine neue 6köpfige Spitzengruppe, die den Meister unter sich austragen sollten. Spannender konnte es wirklich nicht sein, mit Herzklopfen und erhöhtem Puls starrten die Zuschauer auf die Zielgerade, um das Finale der Deutschen Meisterschaft live miterleben zu können. Dann war es endlich soweit – mit schwerem Gang, ganz in der Außenkurve, kam der Mann aus Buchholz, Armin Raible, gegen Jürgen Sopp und Peter Büsch. Eine Milimeterentscheidung, nun gingen einige Minuten ins Land, bis das offizielle Ergebnis verkündet wurde: „Neuer Deutscher Meister 2009, Armin Raible, Buchholz aus dem Team Corporate Training“. Unendlicher Jubel und Glanz in den Augen – wir haben es geschafft, den Titel im Team zu behalten.

Im Finale des Feldes schaffte es Toralf Baumgarten, noch 7. zu werden und Gesamt 13., Stefan Risse wurde 74. und hat einen guten Job für das Team gemacht.

 O-Ton Buthmann nach dem Rennen: „Es ist jetzt natürlich leicht zu sagen, dass ich es insgeheim wusste, dass Armin hier heute Meister wird. Wir hatten in den vergangenen Wochen nahezu täglich telefoniert, und er hielt mich stets über die Entwicklung seiner Form auf dem Laufenden. Hinzu kommt, dass ich bis vor 4 Wochen gemeinsam mit ihm Rennen gefahren bin und ich um seine enorme mentale Stärke weiß. Auch wenn es für mich Höchststrafe war, verletzungsbedingt das Rennen aus Zuschauersicht zu verfolgen, haben mich meine Jungs mehr als nur entlohnt und erfreut, was mir zeigt, dass in mir immer noch das Rennfahrerherz schlägt. Danke, Ihr seid klasse“.

 

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Responses

  1. Hey! Die besten Glückwünsche zum Titel an das gesamte Team… Schön das Euer Fleiß an der Pedale und Krücke belohnt wurde!


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