Verfasst von: vcvegesack | 9. April 2009

Sekundenpoker Spreewald-Master 2009

03. – 05.04.2009 Cottbus im Spreewald, hier startete am vergangenen Wochenende die erste gemeinsame Rundfahrt für das Team „Corporate Training“. In der Kernbesetzung ging das Team mit den Fahrern Kalz, Baumgarten, Raible, Nielsen und Buthmann an den Start. Es sollte in diesem Jahr ein Sekundenpoker um den Gesamtsieg werden. Nachdem Uwe Kalz im letzten Jahr die Rundfahrt gewonnen hatte, galt es auch in diesem Jahr, dies zu wiederholen. Unter den ca. 100 Fahrern war nicht nur die deutsche Cremé de la Cremé, sondern auch die internationale am Start. Mit Emminger (AUT) stand der zweifache Weltmeister (2006 und 2007) sowie Hügel (GER), Weltmeister im Einzelzeitfahren, auch am Start. Bei idealen Wetterbedingungen startete die Rundfahrt mit einem 90 km langen Straßenrennen. Die Teamstrategie war auf Uwe Kalz ausgerichtet, was im Einzelnen bedeutete, alle Zwischensprints zu gewinnen sowie den Etappensieg zu holen, da das eine wichtige  Zeitbonifikation für das Gesamtergebnis bringt. Am Ende der Etappe stand Uwe Kalz ganz oben auf dem Treppchen, Corporate Training hatte damit Kalz im gelben Trikot und im weißen Trikot des Sprintbesten. Toralf Baumgarten wurde 4., Sven-Jörg Buthmann 9. Lorenz Nielsen und Armin Raible kamen im Hauptfeld ins Ziel.

 

Am nächsten Tag standen zwei Halbetappen auf dem Programm, ein Einzelzeitfahren und ein Rundenstreckenrennen. Alle wissen, dass ein Einzelzeitfahren nicht die Paradedisziplin von Uwe Kalz ist, also ging es hier in erster Linie um Schadensbegrenzung. Mit 15 Sekunden Vorsprung ging er in das Rennen und hatte nach dem Rennen einen Rückstand von 34 Sekunden auf Joa Weber aus Berlin, der ein absoluter Zeitfahrspezialist ist. Toralf Baumgarten wurde 8.,  Armin Raible 27., Sven-Jörg Buthmann  40., Lorenz Nielsen  53.  Ein  Rundstreckenrennen ist nicht die idealste Möglichkeit, einen Rückstand von 34 Sekunden auf das gelbe Trikot aufzuholen, dennoch gelang es dem Team von Corporate Training fast, das Unmögliche möglich zu machen. Durch exzellente Zusammenarbeit aller Fahrer des Teams schickten sie Uwe Kalz nach der Hälfte des Rennens auf die Reise mit einer kleinen Ausreißergruppe von 4 Fahrern. Die Gruppe hatte zwischenzeitlich bis zu 40 Sekunden Vorsprung, so dass Kalz bereits wieder im virtuellen gelben Trikot fuhr. Das kräftezerrende Unterfangen für die verbleibenden Fahrer des Teams, das restliche Fahrerfeld zusammenzuhalten, sollte sich leider nicht ganz lohnen. Uwe Kalz gewann zwar die Etappe, am Ende der 2. Halbetappe fehlten Uwe Kalz jedoch 9 Sekunden auf das gelbe Trikot. Baumgarten gewann den Sprint des Feldes und wurde 5.  Der Rest der Mannschaft kam mit dem Feld ins Ziel.

Sven-Jörg Buthmann nach dem Rennen: „Nun wird es ein hartes Stück Arbeit auf der Schlussetappe. Wir müssen alle Zwischensprintgewinne und den Etappensieg holen, sonst wird das nichts mehr mit dem gelben Trikot.“

 

Auf der Schlussetappe wusste jeder aus dem Team, was er zu tun hatte. Die Strategie war klar, es durfte keine Gruppe gehen, in der nicht Uwe Kalz ist. Baumgarten, Raible und Buthmann sollten die Zwischensprints anfahren, was dann auch in der ersten Wertung gelang, damit waren 3 Sekunden Rückstand eliminiert. Nur dann kam einer, der sich bislang noch gar nicht zu Wort gemeldet hatte, der zweifache Weltmeister Christian Emminger (AUT), er attackierte direkt nach der Wertung, gemeinsam mit Axel Sinske, Thorsten Kunath (beides Ex-DDR-Nationalfahrer) und Matthias Grünig. Bis sich die Fahrer des Teams Corporate Training nach dem kräftezerrenden Anfahren für den Zwischensprint erholt und wieder vorne formiert hatten, war die Spitzengruppe bereits 40 Sekunden vor dem Feld. Eine nicht enden wollende Verfolgungsjagd begann. Das gesamte Team von Corporate Training kreiselte nun mit Tempo 48-50 Km/h, um die Gruppe zu stellen. Leider war das vergebens, bis auf 15 Sekunden waren sie nochmal an das Feld herangekommen. Am Ende wurde Baumgarten 5., Kalz 6., Buthmann 12. und Raible, der noch zweimal Defekt hatte, sowie Nielsen kamen im vorderen Drittel ins Ziel.

 

Sven-Jörg Buthmann nach dem Rennen: „Ja, da haben wir wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht und haben uns ziemlich verladen lassen. Mit der Aktion haben wir nicht mal mehr einen auf dem Treppchen stehen. So ist das eben, auch wenn wir die stärkste Mannschaft waren, nützt uns das bzgl. der Resultate gar nichts. Kalz wird Gesamt 6., Baumgarten 11., Buthmann 32., Nielsen 40., Raible 61. Leider konnten wir den Sekundenpoker in diesem Jahr nicht für uns entscheiden. Eines ist aber sicher, wir kommen im nächsten Jahr wieder und zwar, um zu gewinnen. Das Motto unseres Teams ist, nach vorne schauen, denn nur die Gegenwart und evtl. die Zukunft sind gestaltbar, nicht aber die Vergangenheit.“

 

 


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